Trends News

istock.com/olm26250

Zukunftstechnologie: Starke KI birgt Gefahren  

Bereits Mitte des 20. Jahrhunderts sei der Begriff der Künstlichen Intelligenz geschaffen worden, damals noch als automatisiertes Programm, das eigenständig über die Züge bei Brettspielen wie Schach oder Dame entscheiden könne, hieß es in einer Mitteilung der Sysparency GmbH. Heute bezeichne „KI ein Informatiksystem, das in der Lage ist, automatisiertes intelligentes Verhalten zu zeigen. Dabei muss eine ausgearbeitete KI vier Hauptfähigkeiten besitzen: wahrnehmen, entscheiden, handeln und vor allem durch Datensammlung und -auswertung lernen“, hieß es.
 
Im Allgemeinen werde dabei zwischen schwacher und starker KI unterschieden: „Während eine schwache KI keine allgemeine Intelligenz besitzt, sondern immer in einem fest definierten Umfeld agiert und zur Lösung konkreter Aufgaben unseres Alltags eingesetzt wird (da sie große Datenmengen in wenigen Millisekunden bearbeitet, ist sie weitaus funktioneller als der Mensch), ist starke KI zu einem intelligenten, menschenähnlichen Verhalten fähig und kann eigenständig denken, vorausschauend handeln und kreative Ideen entwickeln“, so das Unternehmen.
 
Dies sorge nicht ohne Grund für Skepsis. Auch wenn starke KI zumindest in unserem Alltag noch als Zukunftsmusik gelte, brauche sie Überwachung. In der Vergangenheit hatten Unternehmen den Angaben zufolge keine Möglichkeit, die Entscheidungslogiken von KI-Systemen transparent und verständlich für die Gesellschaft darzustellen. Dank neuer Software-Technologien könnten heute allerdings Handlungsabläufe der Künstlichen Intelligenz nachvollziehbar gemacht werden. „Und nur mit dieser dokumentierten Transparenz kann Künstliche Intelligenz sicher, verantwortungsvoll und gewinnbringend genutzt werden.“

Filialbesuch nicht mehr zwingend erforderlich
In der Finanzbranche ist heute bereits sogenannte schwache KI im Einsatz – etwa als Entscheidungshilfe bei der Vergabe von Krediten an Kunden oder bei der Auswertung umfangreicher Datenbestände. Fast zwei Drittel (65 Prozent) der Bankmanager weltweit rechnen damit, dass das Bankgeschäft in den Filialen binnen fünf Jahren „tot“ sein wird. Vor vier Jahren seien nur 35 Prozent dieser Auffassung gewesen, so eine Studie der britischen Economist Intelligence Unit (EIU) im Auftrag von Temenos. Bankgeschäfte könnten auch ohne Filialen online oder mobil abgewickelt werden, wie die Corona-Pandemie gezeigt habe. Der Filialbesuch sei für Kunden in Zukunft nicht mehr zwingend erforderlich, hieß es.

Die Untersuchung hebt demnach hervor, dass 65 Prozent der Führungskräfte im globalen Bankwesen neue Technologien wie Cloud, Künstliche Intelligenz (KI) und APIs als den Trend ansähen, der in den nächsten vier Jahren den größten Einfluss auf den Sektor haben werde, noch vor Regulierung und veränderten Kundenanforderungen. Darüber hinaus glaubten 81 Prozent, dass die Erschließung von Mehrwert durch KI das Unterscheidungsmerkmal zwischen Gewinner- und Verliererbanken sein werde, hieß es weiter. Banken fokussierten ihre Technologie-Investitionen auf Cybersicherheit, KI und Cloud Computing, da sie ihre digitalen Transformationsprojekte beschleunigen würden, hieß es. (ud)

Melden Sie sich bei Interesse zu unserer Fachtagung „Data Science und Machine Learning in Kreditinstituten“ an.

 

 

Stichworte

Verwandte Artikel

Anzeige

Lexikoneinträge