Markt News

istock.com/NanoStockk

Umfrage: Fast drei Viertel sehen KI als Chance

13 Prozent sähen in KI derzeit eher eine Gefahr, 12 Prozent sogar ausschließlich. Das ist das Ergebnis einer Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Die Mehrheit wisse nach eigenem Dafürhalten gut über KI Bescheid, teilte das Unternehmen mit. 52 Prozent gäben an, gut erklären zu können, was man unter KI verstehe oder sähen sich sogar als Expertin oder Experte. Ein Viertel (27 Prozent) weiß demnach in etwa, was KI bedeute. Nur 15 Prozent wüssten nicht genau, was KI sei, und 5 Prozent hätten davon noch nicht gehört.

In fast allen Lebensbereichen wünsche sich eine Mehrheit den Einsatz von Anwendungen, die auf KI basierten, hieß es weiter. Ganz oben stehen den Angaben zufolge mit jeweils rund drei Viertel Zustimmung der Einsatz von KI zur Unterstützung älterer Menschen (77 Prozent), zum Beispiel um den Gesundheitszustand zu überwachen, bei der persönlichen Weiterbildung (76 Prozent), etwa beim Sprachenlernen, und als Unterstützung für den Arzt (73 Prozent), etwa um die bestmögliche Diagnose und Therapie zu finden. Jeweils 7 von 10 befürworten laut Umfrage eine KI-Nutzung in Ämtern und Behörden (71 Prozent), etwa um Anträge schneller bearbeiten zu können, bei der Polizei (69 Prozent), zum Beispiel um mit Videokameras Gefahrensituationen automatisch erkennen oder Orte mit hoher Verbrechenswahrscheinlichkeit identifizieren zu können, und im Sport (69 Prozent), etwa um objektivere Entscheidungen als menschliche Schiedsrichter zu treffen.

KI in Personalabteilungen gewünscht
Jeweils 6 von 10 wünschten sich KI als Service-Bot in Telefon-Hotlines und Online-Chats (63 Prozent), um Fragen schnell beantworten zu können, als Lehrer oder Dozent in Schule oder Universität (62 Prozent), zum Beispiel um Stoff zu vermitteln oder Leistungen zu bewerten, in Personalabteilungen (61 Prozent), um Bewerbungen schneller zu sichten und neutraler einzuschätzen, sowie für politische Entscheidungen (60 Prozent), etwa um die Folgen von Gesetzen besser abschätzen zu können. Eine Mehrheit (56 Prozent) befürworte KI zudem auch im militärischen Bereich, etwa um Satellitenbilder automatisiert auszuwerten.

Keine Mehrheit finde der KI-Einsatz derzeit bei Gericht (48 Prozent), zum Beispiel um Prozessunterlagen schneller auswerten zu können, bei der Betreuung von Kleinkindern (45 Prozent) und bei der Beratung in Finanz- und Versicherungsangelegenheiten (44 Prozent). Schlusslicht sei der KI-Einsatz im Beziehungsleben mit 31 Prozent, damit zum Beispiel einsame Menschen zumindest einen virtuellen Ansprechpartner hätten, hieß es.

Mehr als ein Viertel (28 Prozent) meine zudem, dass Künstliche Intelligenz bereits heute die Gesellschaft spürbar verändert habe. Rund ein Fünftel (19 Prozent) erwartet demzufolge, dass dies in den kommenden 5 Jahren passieren werde, ein weiteres Viertel (26 Prozent) gehe davon aus, dass dies binnen 10 Jahren geschehe. Eine spürbare Veränderung innerhalb der nächsten 20 Jahre erwarteten 14 Prozent, innerhalb von 50 Jahren 5 Prozent und in mehr als 50 Jahren 3 Prozent. Nur 1 Prozent gehe davon aus, dass KI auch in ferner Zukunft keine Auswirkungen auf die Gesellschaft haben werde, so die Befragung. (ud)

Stichworte

Verwandte Artikel

Anzeige

Lexikoneinträge