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Studie: Firmen setzen auf intelligente Prozessautomatisierung    🎧

Nicht nur technologisch habe sich viel getan in Produktion und Handel, auch das Mindset habe sich deutlich verändert, wie eine neue Studie des US-amerikanischen Marktforschungs- und Beratungsunternehmens International Data Corporation (IDC) zeigt. Mehr als zwei Drittel der befragten deutschen Unternehmen setzen demnach künftig auf intelligente Prozessautomatisierung, wobei vor allem der Orchestrierung der Lösungen und KI-Funktionen eine große Bedeutung zukomme, hieß es.

Das Potenzial von intelligenter Prozessautomatisierung sei hoch: Die Nutzungsraten von Intelligent Process Automation (IPA), Robotic Process Automation (RPA) und Künstlicher Intelligenz (KI) würden in den kommenden 24 Monaten rasant steigen. Laut Studie wird in den nächsten 24 Monaten mehr als die Hälfte der Process Automation Tools mit KI-Funktionalitäten ausgestattet sein. 67 Prozent der Firmen versprächen sich von Plattformen und der Orchestrierung der Tools einen deutlichen Mehrwert für ihre Prozessautomatisierung.

Parallel zur klassischen Robotic Process Automation etabliere sich zunehmend die intelligente Prozessautomatisierung. Hierbei handele es sich um eine Technologie, die zur Umstrukturierung, Integration, Orchestrierung und Automatisierung von Geschäftsabläufen und den damit verbundenen Prozessen eingesetzt würde, hieß es. Damit sei es möglich, Prozesse in Prozessketten zusammenzufassen und miteinander agieren zu lassen. Mehr als 30 Prozent der Unternehmen setzten bereits Tools zur intelligenten Prozessautomatisierung ein. In den kommenden 24 Monaten wollten bereits mehr als 70 Prozent diese Tools nutzen.

Automatisierung wird mit Hilfe von KI immer intelligenter
Der Einsatz von KI gelte auch in der Prozessautomatisierung als wichtiges Mittel zur Verbesserung und Modernisierung der Lösungen. 26 Prozent der Entscheider setzten gezielt auf kognitive RPA. Hinzu komme, dass KI in immer mehr Lösungen als Teilfunktionalität vorhanden sei, etwa in der Dokumentenverarbeitung und in Conversational AI (30 Prozent). Diese beiden Nutzungspfade machten es möglich, dass in den nächsten 24 Monaten mehr als die Hälfte der Lösungen mit KI-Funktionalitäten ausgestattet sein würden. Die Automatisierung werde also mit Hilfe von KI immer intelligenter, neue Use Cases entstünden. Dies ermögliche den Unternehmen im Idealfall sogar neue Geschäftsmodelle, so die Studie.

Auch Banken treiben die Automatisierung von Geschäftsprozessen seit Jahren voran, vorrangig bei vielen internen betrieblichen Abläufen. Bereits jedes fünfte Institut nutze RPA, jedes dritte plane Investitionen bis 2023, so eine aktuelle Studie der Technologieberatung Sopra Steria. Softwareroboter helfen demnach heute unter anderem im IT-Helpdesk beim Zurücksetzen und Erneuern des vergessenen Computerpassworts sowie beim Abgleichen von Listen. Die Mehrheit der Institute in Deutschland halte das Effizienzpotenzial längst nicht für ausgeschöpft. 70 Prozent der befragten Entscheider sähen in der Automatisierung den größten Stellhebel, um Prozesskosten einzusparen. (ud)

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