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Personalentscheidungen: Kriterien sollen algorithmische Voreingenommenheit mindern

Die Unternehmen seien Mitglieder der neu gegründeten Data & Trust Alliance, einer Organisation, in der sich führende Institutionen zusammengeschlossen hätten, „um verantwortungsvolle Daten- und KI-Verfahren zu lernen, zu entwickeln und anzuwenden“, teilte die Vereinigung mit. Deren Mitglieder vertreten demnach die gemeinsame Überzeugung, dass Daten und intelligente Systeme für die Schaffung von wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Wert in Zukunft entscheidend seien, aber verantwortungsvoll eingesetzt werden müssten, hieß es.

Die Mitglieder der Alliance nutzten zunehmend Daten, Algorithmen und KI, um BewerberInnen aus größeren und vielfältigeren Kandidatenpools auszuwählen, die richtigen Fachkräfte besser auf die richtigen Stellenangebote abzustimmen und die Erfahrung jedes Mitarbeitenden zu personalisieren. Wie die meisten Arbeitgeber verließen sie sich dabei auf Softwareanbieter, professionelle Netzwerkstandorte, Berater und Recruiting-Unternehmen, die zunehmend KI und Maschinelles Lernen (ML) in ihren Produkten und Dienstleistungen einsetzten. Beim Gebrauch dieser Technologien sei den Mitgliedsunternehmen aufgefallen, dass potenziell unfaire Voreingenommenheit eins der größten Risiken sei, das mit der Nutzung solcher Technologien zur Verbesserung des Personalmanagements verbunden sei, hieß es.

Erste Initiative ins Leben gerufen
Aus diesem Grund habe die Alliance ihre erste Initiative, „Algorithmic Safety: Mitigating Bias in Workforce Decisions“ (zu Deutsch „Algorithmische Sicherheit: Abschwächung von Voreingenommenheit bei Personalentscheidungen") ins Leben gerufen. Diese solle Firmen dabei unterstützen, die einzelnen Anbieter hinsichtlich ihrer Fähigkeit zu bewerten, algorithmische Voreingenommenheit zu erkennen, zu reduzieren und zu überwachen. Die „Algorithmic Bias Safeguards" der Alliance umfassen den Angaben zufolge 55 Fragen aus 13 Kategorien, die von den Unternehmen angepasst werden könnten, um die Anbieter nach Kriterien wie Trainingsdaten und Modelldesign, Methoden zum Testen von Voreingenommenheit, Beseitigung von Voreingenommenheit, Transparenz und Rechenschaftspflicht sowie Verpflichtungen zu KI-Ethik und Vielfalt zu bewerten, hieß es.

Timothy Murphy, Chief Administrative Officer von Mastercard, erklärte: „Vertrauen ist von zentraler Bedeutung für den Aufbau einer Unternehmenskultur, in sich der die besten Fachkräfte wohl fühlen. In der digitalen Welt von heute muss sich dieses Vertrauen auch auf die datengesteuerten Technologien erstrecken, die es uns ermöglichen, integrative, dynamische Arbeitskräfte zu rekrutieren, zu halten und zu fördern. Wir freuen uns, Teil der D&TA-Arbeitsgruppe zu sein, die diese Bemühungen vorangetrieben hat.“ (ud)

 

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