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Mittelstand: Noch viel Luft nach oben bei Big-Data-Analysen    🎧

Nur bei größeren Mittelständlern ab 500 Mitarbeitern seien es mit 24 Prozent etwas mehr, so eine Studie von Techconsult im Auftrag von IONOS. Knapp ein Viertel (24 Prozent) der Befragten gebe an, bereits heute Big-Data-Analysen in der Praxis durchzuführen. Der Einsatz von Big-Data-Lösungen nehme dabei mit der Firmengröße zu. Nur 5 Prozent der Kleinstunternehmen mit bis zu neun Mitarbeitern setzten bereits Big-Data-Analysen ein. Bei Unternehmen mit 50 bis 499 Mitarbeitern tue dies dagegen jedes Dritte (32 Prozent). 46 Prozent aller Befragten beabsichtigen demnach, das Potenzial ihrer Daten in naher Zukunft besser auszuschöpfen.

Besonders in Marketing, Produktion, Logistik und HR sähen die Befragten starkes Potenzial, hieß es weiter. So seien mehr als die Hälfte (57 Prozent) der Meinung, dass sich mit Hilfe von Big-Data-Analysen genaue Absatz- und Bedarfsplanungen ermitteln ließen. 48 Prozent sähen Vorteile in der Analyse von Maschinendaten und Produktionsmengen in der Fertigung. 45 Prozent schreiben der Studie zufolge Big Data in der Logistik das Potenzial zu, Prozessabläufe zu verbessern sowie die Personaleinsatz- und Kapazitätsplanung zu steuern. HR-Mitarbeiter wiederum könnten datenbasiert überprüfen, ob die Mitarbeiter entsprechend ihrer Qualifikation eingesetzt seien oder wo es Optimierung bei Arbeitszeiten gebe (46 Prozent).  

Hürden in der Praxis
Gegen die grundsätzliche Nutzung von Big Data sprächen ein Mangel an Daten (55 Prozent), fehlendes Know-how (17 Prozent) und technische Ursachen wie veraltete IT-Architektur (11 Prozent) oder zu wenig Rechenkraft (12 Prozent). Selbst wenn Daten erhoben würden, hakt es demnach bei der Auswertung der Daten aus verschiedenen Gründen: Zu den größten Hindernissen zähle eine zu geringe Datenqualität (37 Prozent). Zeitmangel nennen den Angaben zufolge 26 Prozent als Grund. 19 Prozent der Befragten fehle es an Personal mit den entsprechenden analytischen Skills.

Da Big Data eine große Menge unterschiedlicher Daten vereine, deren Sensibilität nicht immer auf den ersten Blick erkennbar sei, stellen demzufolge auch Compliance und Datensicherheit für den Mittelstand ein besonderes Hindernis dar (28 Prozent). Mangelnde Analyse-Tools beziehungsweise geeignete Technologien schlagen laut Studie mit 20 Prozent zu Buche, der Implementierungsaufwand bei Big-Data-Analytics-Lösungen mit 14 Prozent, hieß es. Von Big-Data-as-a-Service-Anwendungen versprächen sich aktuell 76 Prozent der Befragten eine Verbesserung der Qualität von Datenanalysen und 64 Prozent Einsparungen bei Infrastruktur- und Personalkosten. Von der Beschleunigung einer datengetriebenen Entscheidungsfindung im C-Level-Bereich gingen 67 Prozent der Befragten aus. (ud)

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