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Medizin: KI soll Operationen erleichtern

Wissenschaftler und Ärzte wollen mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) operative Eingriffe erleichtern. Die Technologie soll bei minimalinvasiven Operationen zum Einsatz kommen. Daran forschen Experten der TU Dresden, des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus und der Medizinischen Fakultät der TU Dresden sowie des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) im Forschungsprojekt „Aralis“. Das sächsische Wissenschaftsministerium fördere das Projekt ab Februar 2020 bis Ende 2022 mit 1,5 Mio. Euro, hieß es einer Mitteilung des Ministeriums. Ziel sei es, Chirurgen bei ihrer Arbeit zu unterstützen, die Wahrscheinlichkeit für Komplikationen bei Eingriffen zu reduzieren, den Nachsorgeaufwand zu verringern und damit insgesamt die Sicherheit für die Patienten zu erhöhen.

Demnach soll ein sogenannter „Connected Assistent“ während der Operation bereits existierende Aufnahmen etwa über die Lage von Tumoren mit der Live-Kamerasicht verschmelzen. Das System solle wichtige und verdeckte Gewebestrukturen und Zielregionen finden und darstellen, wobei die individuelle Anatomie des Patienten und die Beschaffenheit der Ziele, in der Regel Tumoren, berücksichtigt würden. Dabei werden den Angaben zufolge verschiedene Systeme (Bild- und Videoquellen, Navigationssensoren, Ultraschall und weitere) gleichzeitig für die Chirurgen nutzbar gemacht. Eine Live-Sicht ermögliche die Navigation und Orientierung der OP-Kameras und Werkzeuge und erlaube damit minimalinvasive OPs auch bei schwierigen Eingriffen, die bisher offen durchgeführt werden müssten, hieß es. (ud)

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