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Hilfestellung für Investoren und Portfoliomanager: KI prognostiziert Intensität von Emissionen  

Laut den neuesten Daten des NN IP-CO2-Prognosemodells würden die Unternehmen 2021 wahrscheinlich erhebliche Fortschritte bei der Emissionsreduzierung zu verzeichnen haben, teilte NN Investment Partners (NN IP) mit. Das von dem Unternehmen entwickelte Modell, das Daten von über 4.000 globalen Unternehmen erfasse, zeige einen prognostizierten Rückgang der Kohlenstoffintensität um insgesamt 6,4 Prozent für das Gesamtjahr. Für die Unternehmen, die seit dem Pariser Abkommen (ab 2016) Bericht erstatteten, werde eine Verbesserung der durchschnittlichen Kohlenstoffintensität um 8,7 Prozent im selben Zeitraum prognostiziert. Die durchschnittliche Kohlenstoffintensität dürfte auf den niedrigsten Stand seit dem Pariser Abkommen fallen, hieß es.

Die Emissionsdaten, die Investoren benötigten, um die Fortschritte der Unternehmen bei der Erreichung ihrer Ziele zu bewerten, würden mit Verzögerung übermittelt, hieß es. Das Zeitproblem bei den Emissionsdaten habe zwei Gründe: die geringe Häufigkeit der Erfassung und die zeitliche Verzögerung bei der Berichterstattung an die Investoren. Kohlenstoffemissionen würden in der Regel einmal pro Jahr zusammen mit (oder nach) der Veröffentlichung des Geschäftsberichts gemeldet. Darüber hinaus stellten die Datenlieferanten manchmal eine zusätzliche Herausforderung dar, da sie ihre Datenbanken nur in regelmäßigen Abständen aktualisierten. „Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass sich die neuesten Informationen, die den Investoren zur Verfügung stehen, auf Emissionen beziehen, die zwei Jahre zurückliegen. Dies ist in einem Umfeld problematisch, in dem sich die Regulierung in Echtzeit auf ein Unternehmen auswirkt und die Investoren aktuelle Informationen verarbeiten müssen, um fundierte Entscheidungen treffen zu können."

Das Modell konzentriere sich auf die tatsächlichen Maßnahmen der Unternehmen und nicht auf die Zielvorgaben und versuche so, die Kohlenstoffintensität des letzten Jahres vorherzusagen. Es konzentriere sich auf die Prognose der Kohlenstoffintensität pro Umsatzeinheit, da die absoluten Emissionen aufgrund von Faktoren wie Akquisitionen oder Veräußerungen erheblich schwanken könnten. Dies könne ein verzerrtes Bild hinsichtlich der Vergleichbarkeit ergeben. Mit dem Umsatz als Nenner im Modell könnten Sektoren, die ein schnelles Umsatzwachstum verzeichneten, einige der größten Verbesserungen bei der Kohlenstoffintensität aufweisen. Das Modell ermögliche es den Portfoliomanagern, auf bestimmte Portfoliobestände einzugehen und die Unternehmen zu identifizieren, für die eine Verbesserung oder Verschlechterung der Kohlenstoffintensität prognostiziert werde. (ud)

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