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Finanzsektor: Anlageoptionen der digitalen Robo Advisory sind beliebt

Für wohlhabende deutsche InvestorInnen spielt eine professionelle Vermögensberatung derzeit eine geringere Rolle als etwa für AnlegerInenn in der Schweiz – wenngleich viele in Zukunft für professionelle Unterstützung offen wären. Im deutschen Vermögensberatungsmarkt gibt es einer aktuellen Studie zufolge noch beträchtliches Wachstumspotenzial. Zugleich lägen deutsche AnlegerInnen großen Wert auf Portfolios mit ausgewogenem Risiko, während sich etwa in China eine viel höhere Risikobereitschaft zeige, so eine Umfrage von Avaloq.

Unter deutschen AnlegerInnen geben den Angaben zufolge 75 Prozent an, ihre Investments selbst zu managen, hieß es weiter. Nur 9 Prozent nähmen aktuell die Unterstützung durch einen Finanzberater in Anspruch. Gleichzeitig beabsichtigten aber auch 23 Prozent der deutschen Befragten, in Zukunft durchaus auf professionelle Unterstützung zurückzugreifen. Während es im deutschen Markt noch Entwicklungspotenzial gebe, sei der Schweizer Markt schon weit reifer. Hier sei der Anteil der Kundschaft, die eine Finanzplaner in Anspruch nähmen, doppelt so hoch: Er liege bei 18 Prozent.

Krypto ist im Kommen
Die von den deutschen InvestorInnen meistgenannten Anlageklassen sind laut Umfrage: Immobilien (57 Prozent), börsennotierte Aktien (46 Prozent), Kryptowährungen (45 Prozent), ETFs (41 Prozent), Anlagefonds (39 Prozent), Rohstoffe (30 Prozent), Devisen (26 Prozent) sowie Anleihen (25 Prozent). Besonders aufschlussreich sei hier der Vergleich der internationalen Beliebtheit von Kryptowährungen. Denn Deutschland liege mit Nennungen von 45 Prozent der Befragten sehr weit vorn – knapp auf dem zweiten Platz hinter Indien mit 49 Prozent.

17 Prozent der deutschen AnlegerInnen nutzten die Anlageoptionen, die ihnen die digitale Robo Advisory eröffne. In den anderen europäischen Ländern sei dieser Anteil niedriger: 14 Prozent in UK, 10 Prozent in Frankreich, 8 Prozent in der Schweiz. Auch Märkte wie Japan (13 Prozent) und Australien (12 Prozent) lägen im internationalen Vergleich hinter Deutschland. Klarer Spitzenreiter in Sachen Robo-Advisory-Adoption sei allerdings China mit Nennungen von 52 Prozent der Befragten. Darauf folge bereits mit einigem Abstand Hongkong mit 36 Prozent, hieß es. (ud)

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