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Einsatz von KI in Unternehmen: Transparenz schafft Akzeptanz

Das geht aus einer aktuellen Studie von Kaspersky hervor. Nahezu die Hälfte (49 Prozent) der Befragten sei der Auffassung, Unternehmen sollten MitarbeiterInnen über bereits eingesetzte und geplante KI und Robotik-Systeme ausreichend aufklären. Lediglich jeder Fünfte (20 Prozent) stehe diesem Thema neutral gegenüber. Mehr als ein Drittel (39 Prozent) derjenigen, die KI als Horrorszenario für die Zukunft empfänden, würden sich ein solches Vorgehen seitens des Unternehmens wünschen, so die Untersuchung.

Die Investition in eine menschlichere Ausgestaltung der eingesetzten KI könne sich auszahlen, um Angestellte für diese neue Technologie zu gewinnen. „Denn es scheint den jungen BundesbürgerInnen wichtig zu sein, dass KI-Systeme – wie Chatbots oder Software-Roboter – ein menschliches Antlitz erhalten“, hieß es. Jeder Dritte (34 Prozent) sei der Meinung, die Akzeptanz der Belegschaft im Rahmen des zunehmenden Einzugs von KI und Robotik in Unternehmen würde dadurch eher gesteigert werden. Bei denjenigen, die KI als Wunschvorstellung für ein besseres Leben sähen, sei knapp die Hälfte (45 Prozent) der Ansicht, KI brauche ein menschliches Gesicht, um akzeptiert zu werden. Ein Drittel (33 Prozent) der Befragten, die im zunehmenden Einsatz von KI eher ein Horrorszenario sähen, bestätigen demnach diese These ebenfalls.

Angst vor Konkurrenz durch KI
Dass der Mensch KI gleichberechtigt als Kollegen wahrnehmen werde, scheine noch in weiter Ferne zu liegen, so die Studie weiter. Nicht einmal jeder Fünfte (19 Prozent) der befragten jungen BundesbürgerInnen glaubt den Angaben zufolge, dass künftige KI-Systeme in Unternehmen von der Belegschaft gleichberechtigt akzeptiert werden würden. Männer seien dabei mit 22 Prozent stärker dieser Auffassung als Frauen (16 Prozent). Hingegen glaube ein Drittel (34 Prozent), KI werde als Konkurrenz wahrgenommen. Ebenfalls knapp ein Drittel (31 Prozent) bleibe hinsichtlich dieser Fragestellung neutral, hieß es.

Gut ein Drittel (35 Prozent) der in Deutschland befragten in einem Beschäftigungsverhältnis stehenden jungen Menschen nutze bei der Arbeit bereits KI-Technologie oder automatisierte digitale Prozesse. Die Meinung darüber, ob KI in der beruflichen Praxis eher einen Segen oder einen Fluch darstelle, sei zweigeteilt: Fast die Hälfte (43 Prozent) der StudienteilnehmerInnen sei dabei der Auffassung, KI schaffe mehr Raum für Kreativität und zwischenmenschliche Kommunikation, weil sie monotone Routine-Tätigkeiten im Job übernehmen könne. Im vergangenen Jahr waren demnach noch 49 Prozent dieser Auffassung. Männer hätten hierbei mehr Vertrauen in den vermehrten zukünftigen Einsatz von KI (48 Prozent) als Frauen (40 Prozent). Unter denjenigen, die KI als Wunschvorstellung für ein besseres Leben ansähen, hätten dem sogar etwas mehr als die Hälfte (55 Prozent) zugestimmt. Im Jahr 2020 hätten die Werte bei 52, bzw. 44 Prozent gelegen.

Mehr Leistungsdruck befürchtet
Dennoch habe knapp die Hälfte (48 Prozent) der Befragten die Befürchtung, der Leistungsdruck könne künftig steigen, da KI die Arbeit von Menschen effizienter erledigen werde, so die Studie weiter. Interessanterweise seien hier Männer mit 51 Prozent pessimistischer als Frauen (47 Prozent). Jeder Fünfte (20 Prozent) stehe diesem Thema neutral gegenüber. Die Stimmungslage sei generell positiver als im vergangenen Jahr, als noch 56 Prozent befürchtet hätten, der Leistungsdruck könne durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz zukünftig steigen.

Der Trend hin zu KI beeinflusst insbesondere Banken und Finanzdienstleister stark. Fast zwei Drittel (65 Prozent) der BankmanagerInnen weltweit rechnen damit, dass das Bankgeschäft in den Filialen binnen fünf Jahren „tot“ sein werde. Vor vier Jahren seien nur 35 Prozent dieser Auffassung gewesen, so eine Studie der britischen Economist Intelligence Unit (EIU) im Auftrag von Temenos. Bankgeschäfte könnten auch ohne Filialen online oder mobil abgewickelt werden, wie die Corona-Pandemie gezeigt habe. Der Filialbesuch sei für KundInnen in Zukunft nicht mehr zwingend erforderlich.

Die Untersuchung hebt demnach hervor, dass 65 Prozent der Führungskräfte im globalen Bankwesen neue Technologien wie Cloud, KI und APIs als den Trend ansähen, der in den nächsten vier Jahren den größten Einfluss auf den Sektor haben werde, noch vor Regulierung und veränderten Kundenanforderungen. (ud)

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