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Diskriminierung bei der Bewerbung: KI wurde auf Vorurteilsfreiheit trainiert   🎧

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verbietet Benachteiligung aufgrund ethnischer Herkunft, Religion, Behinderung oder sexuellen Identität – auch im Bewerbungsverfahren. Dass es auf dem deutschen Markt trotzdem immer noch zu Diskriminierung kommt, zeigen mehrere Studien. Der Einsatz von KI kann dem offenbar entgegenwirken. Daniel Barke, CEO der WorkGenius GmbH, erklärt, wie seine Plattform mithilfe einer KI Freelancer ausschließlich auf Grundlage ihrer Kompetenzen und Erfahrungen mit den passenden Unternehmen zusammenbringt.

Immer mehr Firmen griffen auf hoch qualifizierte Freelancer zurück, um ihre Projekte durchzuführen, teilte das Unternehmen mit. Das Hamburger Start-up habe sich dazu entschieden, Freelancer und Unternehmen mithilfe einer KI zu matchen, die demografische Angaben bei der Wahl nicht berücksichtige. Einer Studie der Internationalen Hochschule (IU) in Erfurt zufolge lehnten viele Menschen eine KI im Bewerbungsprozess ab – unter anderem, weil ihnen dabei der zwischenmenschliche Aspekt fehle. Dabei sollten Faktoren wie Sympathie, dieselben Interessen im Privatleben oder äußerliche Erscheinungsmerkmale kein Grund für eine Ablehnung oder Zusage im Berufsleben sein, hieß es.

Bei der Plattform des Start-ups gehe es darum, Firmen mit Top-Talenten in Verbindung zu bringen, erklärte Barke: „Dabei sollte es irrelevant sein, wie eine Person aussieht, wo sie herkommt oder was sie in ihrer Freizeit macht. Was wichtig sein sollte, sind die Fähigkeiten, die ein Freelancer mitbringt, und die Ansprüche, die ein Unternehmen bei der Projektumsetzung erhebt. Natürlich müssen wir aufpassen, dass die Künstliche Intelligenz keine Klischees annimmt. Aber es ist einfacher, eine KI auf Vorurteilsfreiheit zu trainieren, als einen Menschen in einer HR- oder Recruiting-Position.” (ud)

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