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Digitalisierung: Nur wenige Mittelständler setzen KI konsequent ein

Ob Kfz-Werkstatt, Regal-Hersteller oder Feinkostbetrieb: Nicht nur große Konzerne könnten ihr Geschäft mit KI-Systemen zukunftsfähig aufstellen, teilte die Plattform in München mit. Zu den Chancen für den Mittelstand zählen demnach etwa Effizienzgewinne, Vorteile gegenüber Wettbewerbern sowie Gewinn- und Ertragssteigerungen. Laut aktuellen Studien setzten aber lediglich 6 Prozent aller kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) derzeit KI-Technologien konsequent ein. Das Gros der Firmen (40 Prozent) plane derzeit keine Nutzung von KI-Systemen. Dabei besäßen gerade mittelständische Betriebe mit ihren kurzen Entscheidungswegen und überschaubaren Größe gute Voraussetzungen, um schnell Innovationen wie KI einzuführen, heißt es in dem Papier „KI im Mittelstand“. 

Mittelständler stünden bei der Einführung von KI-Systemen aber auch vor vielen Herausforderungen – gerade, wenn die Digitalisierung in ihrem Betrieb noch am Anfang stehe. Ihnen fehle häufig das Know-how, sie verfügten nicht über ausreichend gute Daten und scheuten hohe Investitionen. Technische Kompetenzen, vorhandene Infrastruktur und strategische Ausrichtung des Unternehmens bestimmen demnach, wie gut ein Betrieb auf den Einsatz der Technologie vorbereitet sei. Gemeinsam mit kleinen und mittleren Unternehmen hätten die AutorInnen des Papiers verschiedene Umsetzungsstrategien bewertet. Das Papier skizziere vier idealtypische KI-Roadmaps zur schrittweisen Einführung von KI, die den verschiedenen Voraussetzungen in den Firmen Rechnung tragen würden, hieß es. 

Empfohlen werde, für den Anfang auf Geschäftsbereiche wie den Einkauf oder Produktion zu setzen, in denen keine personenbezogenen Daten verarbeitet würden. Denn eigene KI-Produkte oder -Services für Kunden erforderten ein hohes Maß an Datenschutz und -sicherheit und könnten KI-Einsteiger überfordern. Als vielversprechendste KI-Anwendungen für erste Projekte nennen die VerfasserInnen intelligente Sensorik sowie KI-basierte Assistenzsysteme. Eine große Hürde stelle häufig die erforderliche KI-Expertise dar. Firmen müssten das notwendige Know-how nicht selbst aufbauen, sondern könnten erforderliches Wissen von außen einholen. Neben externer Beratung seien auch Kooperationen mit Forschungseinrichtungen oder Hochschulen möglich. Das Papier stelle dazu verschiedene Förderprogramme und Anlaufstellen für mittelständische Unternehmen vor. (ud)
 

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