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Deutschland: Nur knapp 2 Prozent der Firmen sind „KI-bereit“  

Dabei ließen sich mit jedem investierten Euro wiederum 3 Euro erlösen, so eine neue Studie des Meinungsforschungsinstituts Vanson Bourne im Auftrag der Avanade Deutschland GmbH. Dr. Robert Laube, der sich als Executive bei dem Unternehmen mit unterschiedlichen KI-Projekten befasst, erklärte: „Die Widerstandsfähigkeit von Unternehmen steht Corona-bedingt nach wie vor auf dem Prüfstand. Es ist eine Zeit der Umbrüche.“ Unternehmen seien daher gut beraten, ihre KI-Integration jetzt zu überdenken und vor allem zu beschleunigen, forderte der Experte.

Die Untersuchung habe gezeigt, dass die meisten Unternehmen zwar das Potenzial der KI für einen positiven Einfluss auf ihr Geschäft erkennen. Viele Führungskräfte hätten aber nach wie vor Schwierigkeiten, die Technologie erfolgreich zu implementieren: 95 Prozent aller weltweit Befragten (Deutschland: ebenfalls 95 Prozent) finden KI den Angaben zufolge erfolgskritisch, aber knapp ein Drittel (32 Prozent; Deutschland: 27 Prozent) nenne den Aufbau einer KI-Strategie als eine der drei größten Hürden. Ähnlich viele (35 Prozent, Deutschland: 34 Prozent) hätten auf externe Unterstützung bei der Entwicklung ihrer Strategie gesetzt, hieß es.

Unternehmenskultur ist ein entscheidender Faktor
80 Prozent (Deutschland: 76 Prozent) der Befragten stimmten darin überein, dass die Unternehmenskultur und der Wandel die entscheidenden Faktoren für langfristigen Erfolg von KI seien. 54 Prozent (Deutschland: 39 Prozent) hätten Schwierigkeiten, KI-Talente zu rekrutieren und/oder ihre Kultur zu verändern. Mit 12 Prozent (international: 7 Prozent) sei in der Bundesrepublik zudem die Erwartung größer, dass KI Arbeitsplätze kosten werde, so die Befürchtung.

96 Prozent weltweit (Deutschland: 91 Prozent) finden laut der Befragung zudem, dass die Gewährleistung einer digitalen, regelbasierten Ethik notwendig sei, um KI zu implementieren. 66 Prozent (Deutschland: 47 Prozent) seien dabei, entsprechende Vorgaben einzuführen. 61 Prozent der weltweit Befragten (Deutschland: 64 Prozent) hätten mit Automatisierung und fortgeschrittener Analytik erste Gehversuche unternommen, wobei 35 Prozent der Befragten (Deutschland: 31 Prozent) „Computer Vision“ und 34 Prozent (Deutschland: 34 Prozent) virtuelle Agenten eingesetzt hätten. 65 Prozent der Unternehmen weltweit (Deutschland: 82 Prozent) gäben zudem an, dass ihre Datenqualität optimiert werden müsse, um den Anforderungen an das Management und die Governance der Daten gerecht zu werden. (ud)

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