Trends Markt

iStock.com/NicoElNino

Studie: KI für Zukunft der Finanzdienstleistungen zentral

Der digitale Wandel hat den Bankensektor voll im Griff. Kein Kreditinstitut kann es sich erlauben, Kunden die Vorzüge der zahlreichen technischen Trends vorzuenthalten. Den hohen Stellenwert des Themas belegt auch eine aktuelle Studie: Demnach betrachtet die Mehrheit (55 Prozent) der Fachleute im Bankwesen und in der Vermögensverwaltung Künstliche Intelligenz (KI), Robotik und Automatisierung als die wichtigsten Entwicklungen, welche die globale Finanzdienstleistungsbranche in Zukunft prägen werden. Gemäß aktueller Branchenforschung des Schweizer FinTech-Unternehmens Avaloq zählen die zunehmende Nutzung vermehrt offener und kollaborativer Plattformen (von 34 Prozent der Befragten angegeben) sowie die wachsende Bedeutung der Distributed-Ledger-Technologien (DLT) und Kryptowährungen (26 Prozent) zu weiteren maßgeblichen Entwicklungen.

Die Studie lotet die Stimmung hinsichtlich der laufenden digitalen Transformation der Branche aus, teilte das FinTech in Freienbach in der Schweiz mit. Die digitalen Infrastrukturen erzielen demnach in den folgenden drei Spitzenbereichen erhebliche Leistungssteigerungen erzielen: Sicherstellung der Compliance bei sich verändernden Regulationen (48 Prozent); bessere Kundenerlebnisse (46 Prozent) und optimierte Cybersicherheit (42 Prozent). Mit Blick in die Zukunft sei ein besseres Kundenerlebnis als der weitaus wichtigste Wettbewerbsvorteil für Banken und Vermögensverwalter in fünf Jahren konstatiert worden: 41 Prozent der Befragten gäben dies als ihren bevorzugten Wettbewerbsvorteil an. Damit werde dem Kundenerlebnis im Vergleich zum zweitwichtigsten Faktor „operative Effizienz“ (19 Prozent) mehr als die doppelte Bedeutung beigemessen, hieß es.

Kernplattform in Kombination mit Add-on-Applikationen erwünscht

Auf die Frage, wie Finanzinstitute von wichtigen Branchentrends wie KI, Automatisierung und dem Fokus auf die Bereitstellung einer starken Kundenerfahrung profitieren werden, antworteten den Angaben zufolge etwas mehr als zwei Fünftel der Teilnehmer (42 Prozent), dass „eine Kernplattform in Kombination mit einzelnen Add-on-Applikationen“ die populärste und effektivste Software-Strategie sein werde. Nur halb so viele Teilnehmer hätten auf diese Frage entweder „mehrere einzelne erstklassige Plattformen“ oder „eine integrierte Front-to-Back-Plattform“ angegeben.     

Martin Greweldinger, Group Chief Product Officer bei Avaloq, prognostizierte, dass noch größere Veränderungen bevorstehen würden, insbesondere in Bezug auf KI, Robotik und Automatisierung: „Diese Technologien kombiniert mit der Design-Thinking-Methode werden das Gesamtkundenerlebnis verbessern.“ Kreditinstitute würden zum Erhalt ihrer Wettbewerbsfähigkeit weiterhin auf skalierbare, hocheffiziente und anpassbare digitale Plattformen umstellen. So könnten sie ihre Businessmodelle an einem sich rasch wandelnden und von der Digitalisierung geprägten Markt zukunftsfähig gestalten. Greweldinger: „Dank dieser Plattformen können Banken und Vermögensverwalter expandieren und sich nahtlos mit einer Reihe von Dritt- und Fintech-Unternehmen zusammenschliessen.“ (ud)

Stichworte

Verwandte Artikel

Anzeige

Lexikoneinträge