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Studie: Immer mehr Banken nutzen KI im Breiteneinsatz

Manche entwickelten demnach eigene KI-Lösungen, während andere Partnerschaften mit entsprechenden Software-Anbietern eingehen würden, so die aktuelle Untersuchung des Marktforschungsunternehmens ISG. „Die Erwartungen der Bankkunden ändern sich gerade grundlegend“, sagte Johanna von Geyr, Partner bei dem Unternehmen. Der mobile Zugriff auf Bankinformationen und das digitale Bezahlen stünden dabei an erster Stelle. „Wenn ein Kunde heute seine Bankgeschäfte zum Beispiel per Sprachassistent durchführen möchte“, so von Geyr, „müssen die ausgelösten Transaktionen auch auf diesem Weg eindeutig und sicher sein.“ Der Markt für Technologie- und Service-Anbieter, die Banken bei solchen Lösungen unterstützten, verzeichne deshalb aktuell ein deutliches Wachstum.

Ein Beispiel sei der im Rahmen der Studie untersuchte Teilmarkt der Know-Your-Customer/Anti-Money-Laundering (KYC/AML) Implementation Services, so die Studie. Die Banken sähen sich hier mit sehr unterschiedlichen Regularien in verschiedenen Weltregionen und Ländern konfrontiert, hieß es. In der Schweiz gelten den Angaben zufolge zum Beispiel andere Regeln als in der EU, innerhalb derer noch einmal die Euro- von den Nicht-Euro-Staaten zu unterscheiden seien. Hinzu komme, dass die EU-Regularien wiederum federführend von Großbritannien geprägt würden, was sich mit dem Brexit ebenfalls ändere.


Analyse auffälliger Zahlungsströme mit KI
„Mit Blick auf KYC/AML haben es Banken mit einer äußerst komplexen Landschaft an Regularien zu tun, zum Beispiel bei der Kreditvergabe“, sagte Johanna von Geyr. „Diese lassen sich nur dann wirtschaftlich umsetzen, wenn viele Prozesse automatisiert ablaufen. Hier kommen Methoden der Künstlichen Intelligenz immer mehr zum Tragen.“ Beispiele seien etwa der Abgleich von Kreditnehmern mit sogenannten Blacklists oder die Analyse auffälliger Zahlungsströme. Kreditkartenbetreiber führten solche Analysen aus Eigeninteresse schon länger durch, während Banken wegen neuer Regularien nachziehen würden, so von Geyr.

Zugleich sehen der Studie zufolge Banken die KYC/AML-Regularien zunehmend nicht mehr nur als Pflicht, sondern auch als Chance, sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. „Wer seine Kunden besser kennt und mehr Transparenz etwa über begleitende Informationen zu Geldtransfers erhält, ist auch in der Lage, seinen Kunden maßgeschneiderte und prompte Angebote zu machen“, erklärte von Geyr weiter. KI und Machine Learning (ML) könnten hier Muster automatisch erkennen, um entweder den Kundenservice zu verbessern oder Alarm zu schlagen, wenn mit Blick auf etwaige Geldwäsche Auffälligkeiten aufträten, so die Expertin. (ud)
 

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