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Prognose zu Cyber-Bedrohungen: Täter setzen auf KI

Zu den Gefahren gehöre auch, dass Cyberkriminelle verstärkt ihre Hacking-Dienste gegen Bezahlung anböten und neue Werkzeuge und Strategien entwickelten, um Sicherheitslücken im Homeoffice auszunutzen, teilte das Technologieberatungsunternehmen BAE Systems Applied Intelligence mit. Technologische Entwicklungen wie etwa KI-generierte Gesichter und Stimmen hätten im Jahr 2020 einen Boom ausgelöst, der sich auch 2021 fortsetzen werde, hieß es. Für die Nutzer bringe dies große Vorteile mit sich, berge aber auch einige Risiken. 

Der Grafikprozessor-Hersteller NVIDIA habe zum Beispiel eine KI-basierte Methode zur Minimierung der Bandbreitennutzung bei Videokonferenzen entwickelt, damit diese auch bei schlechter Internetverbindung möglich sind. Cyberkriminelle hätten in der Vergangenheit solche technologischen Fortschritte für ihre Ziele eingesetzt. Die Technologie könne auch für neue Spielarten des Social Engineering genutzt werden. Denkbar sei etwa, dass der Geschäftsführer oder Vorstand über Zoom darum bitte, eine Überweisung zu tätigen, während es sich in Wirklichkeit um ein Audio- und Video-Deepfake in Echtzeit, eine mit Hilfe von Deep Learning, also Künstlicher Intelligenz, erstellte Fälschung handele, hieß es.

In diesem Jahr habe es darüber hinaus einen enormen Anstieg bei den sogenannten „Hacking-for-hire“ Diensten gegeben. Zu erwarten sei, dass die Gruppen, die ihre Hacking-Dienste gegen Bezahlung offensichtlich vor allem von Indien und Russland aus anböten, auch Verbindungen in andere Regionen knüpfen würden. Bislang seien vorwiegend Unternehmen und Einzelpersonen aus dem Finanzdienstleistungssektor, dem Rechtswesen und Regierungsstellen ins Visier genommen worden, wobei die eigentlichen Auftraggeber dieser Aktivitäten im Dunkeln blieben. Es sei zu erwarten, dass weitere Ermittlungen die Verbindungen dieses kriminellen Ökosystems aufdecken werden, hieß es. (ud)

 

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