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Medizin: KI unterstützt Arbeit in der Radiologie

In einer Kooperation mit dem Medizintechnikhersteller Siemens Healthineers werde in der Abteilung Radiologie des Allgemeinen Krankenhauses Celle (AKH) aktuell der Mehrwert der KI für die Befundung von Computertomographien (CT) des Brustkorbes untersucht, teilte das AKH mit. „Die Radiologie spielt in der Diagnostik durch die Erstellung und Beurteilung medizinischer Bilder von Patienten eine immer wichtigere Rolle, was sich in kontinuierlich zunehmenden Untersuchungszahlen wiederspiegelt“, erklärte der Chefarzt der Radiologie, Professor Dr. Christian Fink. „Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz könnte zukünftig Radiologen bei der Analyse einer stetig zunehmenden Datenmenge unterstützen.“ Denn durch den fortlaufenden technischen Fortschritt müssten pro Untersuchung immer mehr Bilddaten vom Radiologen analysiert werden, bei einer CT zur Beurteilung des Tumorstadiums beispielsweise etwa 1000 Einzelbilder. 

Unmittelbar nach Erstellung der entsprechenden Bilddaten der Patientin bzw. des Patienten am CT erfolgen den Angaben zufolge mit der KI-Software „AI-Rad Companion Chest CT“ umfangreiche automatisierte Bildanalysen, deren Ergebnisse dem Radiologen bei der Befundung der CT-Bilder begleitend (Companion = der Begleiter) zur Verfügung gestellt würden. Hierzu zählten die Suche nach Lungentumoren, die Erkennung von Strukturveränderungen des Lungengewebes, die automatisierte Vermessung der Hauptschlagader in mehreren Höhen, die Erkennung und Quantifizierung einer Atherosklerose der Herzkranzgefäße sowie die Erkennung von Wirbelkörperbrüchen. 

Automatisierte Messungen der Knochendichte

Der Radiologe entscheide dann, ob die von der Software in unterschiedlichen Organen und Geweben des Brustkorbes erhobenen Befunde, als krankhaft einzustufen sind oder nicht. Das Ergebnis der KI-gestützten Analyse des Software-Assistenten sei ein standardisierter, reproduzierbarer und quantitativer Bericht. 

In der von der Klinik verwendeten Softwareversion würden beispielsweise automatisierte Messungen der Knochendichte und der Ausdehnung der Hauptschlagader durchgeführt und das Lungengewebe nach Tumoren durchsucht.

Die Unterstützung durch die KI könnte in Zukunft sogar noch ausgebaut werden –schon jetzt zeigten einzelne Studien, dass Künstliche Intelligenz für bestimmte zuvor trainierte Fragestellungen, wie zum Beispiel die Erkennung und Vermessung von Lungenrundherden, schon bessere Ergebnisse als das „menschliche“ Pendant leisten könnten, hieß es. (ud)

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