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Konsortium: Offener KI-Standard für die Landwirtschaft

Basis hierfür sei die europäische Cloud-Initiative GAIA-X, teilte das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) am Dienstag mit. Das am 1. Januar 2021 gestartete Projekt werde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit rund 12 Mio. Euro gefördert, erklärte das Forschungsinstitut, unter dessen Federführung das Vorhaben vorangetrieben wird. Geplant sei eine offene, dezentrale Infrastruktur für die Entwicklung und den Austausch von KI-Algorithmen in der Landwirtschaft. Auf diese Weise solle ein KI-Ökosystem für die mittelstandsgeprägte Agrar- und Ernährungswirtschaft geschaffen werden, das auf der europäischen Cloud-Initiative GAIA-X basiert, hieß es.

Zur Schaffung dieses Ökosystems realisieren die Partner den Angaben zufolge eine B2B-Plattform, die branchenspezifisch adaptierte KI-Bausteine als leicht verwendbare Module bereitstellt und Anwender mit Entwicklern von KI-Algorithmen zusammenbringt. Ziel sei es, den Kreis von der Sensordatenaufnahme auf der Landmaschine über das Trainieren der Algorithmen auf entsprechenden Servern bis zur kontinuierlichen Aktualisierung und Optimierung dieser Algorithmen zu schließen. Hierfür würden in Agri-Gaia entsprechende Schnittstellen und Standards entwickelt, die eine herstellerübergreifende Infrastruktur entstehen lassen. 


KI soll für effiziente Landwirtschaft sorgen
So komme das Projekt der gesamten Agrarbranche zugute und ermögliche neue Geschäftsmodelle. Insbesondere Start-ups und kleine Unternehmen könnten mit ihren Daten- und Algorithmen-basierten Dienstleistungen einen breiten Markt erreichen. Agri-Gaia solle wie ein KI-Katalysator wirken, der im gesamten Agribusiness die Voraussetzung dafür schafft, dass KI-Technologien an verschiedensten Stellen zum Einsatz kommen – für eine effiziente und zugleich nachhaltige Landwirtschaft.

Zum Konsortium zählten neben dem DFKI die AgBrain GmbH, der Agrotech Valley Forum e.V., die Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG, die Robert Bosch GmbH, die CLAAS E-Systems GmbH, die Hochschule Osnabrück, die Josef Kotte Landtechnik GmbH, die Maschinenfabrik Bernard Krone GmbH & Co. KG, die LMIS AG, die Uni Osnabrück und die Wernsing Feinkost GmbH. (ud)
 

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