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KI im Brandschutz: Software kann Feuer erkennen

Feuer erkennen und löschen – was Menschen nach kurzer Zeit beherrschen, fällt Maschinen bis heute sehr schwer. Dabei könnte ein intelligentes System Feuer bereits im Keim ersticken, so wie es auch ein Mensch kann. „Im Kern muss ein Computer in der Lage sein, ein Feuer zu sehen, so wie wir auch", erklärte Stanislav Malorodov, Gründer von Guardian Technologies. Dafür brauche es eine Kamera und eine Software, die eine Flamme oder Glut erkennen könne, teilte das Start-up in Lindau mit. „Dann ist das Löschen quasi Formsache, weil ein solches System den Brand im Raum genau lokalisieren und einfach mit einem entsprechenden Mittel ersticken kann“, ergänzte Jack Bolz-Mendel, Co-Founder des Unternehmens.

Doch wie kann ein Computer zuverlässig die verschiedenen Formen von Feuer erkennen? „Wir verwenden dafür einen eigenen Sensor, der im Nahinfrarotbereich arbeitet und der den gesamten Raum hochauflösend abdeckt", erklärte Bolz-Mendel. Das Bild, das dieser Sensor liefere, gleiche ungefähr dem einer Wärmebildkamera, sei allerdings viel präziser, so das Unternehmen. „Außerdem ist die Technologie günstiger", erklärte Malorodov. Sobald ein Feuer entstehe, tauche es auf dem Bild klar auf und könne gelöscht werden, hieß es. 

„Zunächst muss die KI verifizieren, ob es sich dabei wirklich um einen Brand handelt – und nicht um eine Täuschung oder ein Teelicht – und dafür muss es trainiert werden", erläuterte Bolz-Mendel den Prozess. Wie jede KI lerne das System anhand diverser Parameter, um welche Art von Brand es sich handele. „Dabei können natürlich auch Regeln festgelegt werden“, erklärten die Gründer. In einem Labor etwa könne das System rigoros jedes Feuer erkennen und löschen, teilte das Start-up mit. Das System habe die Prototypenphase bereits verlassen. „Wir bereiten jetzt die Finalisierung des Systems und die Zulassung als Sonderlöschanlage“, so die Gründer. (ud)
 

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