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Justiz: Suizide im Gefängnis mit KI verhindern

Die Fortschritte im Bereich der KI seien beeindruckend, hieß es im Entschließungsantrag der Parteien. Hierzu gehörten auch digitale Kamerasysteme, die mittels automatisierter, auf Algorithmen basierender Analysesoftware in der Lage seien, gefahrenträchtige Verhaltensmuster von Personen zu erkennen. So könnten etwa im Rahmen einer offenen Beobachtung öffentlich zugänglicher Orte durch Bildübertragung derartige intelligente Systeme implementiert werden.

„Treten dann bestimmte Gefahrenlagen ein, wie z. B. eine plötzlich zu Boden sinkende Person, eine körperliche Auseinandersetzung oder ein abgestellter gefährlicher Gegenstand, schlägt das System Alarm.“ Sicherheitspersonal werde auf die Situation aufmerksam, könne am Bildschirm selbstständig das Geschehen bewerten und gegebenenfalls unverzüglich die notwendigen Maßnahmen einleiten, so SPD und CDU.


Justizvollzugsbeamter kann rasch eingreifen 
Bundesweit werde der Einsatz intelligenter Kameratechnik in einer Reihe von Projekten erprobt, so etwa auch im Justizvollzug des Landes Nordrhein-Westfalen zur Suizidprävention. „Durch eine Beobachtung des Haftraums von suizidgefährdeten Gefangenen mittels ereignisgesteuerter Kameratechnik sollen kritische Situationen, die auf ein Suizidgeschehen hindeuten, frühzeitig erkannt werden.“ Im Alarmfall könne der Justizvollzugsbeamte eingreifen und den Suizidversuch unterbinden. 

Der Einsatz einer kameragestützten intelligenten Situations- und Gegenstandserkennung sei auch bei Aufenthalten von Gefangenen im Freien im Rahmen sogenannter Freistunden denkbar, um etwa die Übergabe verbotener Gegenstände zwischen Gefangenen oder das Entstehen einer körperlichen Auseinandersetzung frühzeitig erkennen zu können. (ud)
 

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