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Gastroenterologie: Ärzte unterstützen KI in der Endoskopie

Mehr als sieben von zehn Befragten gaben demnach an, dass die KI-Technologie die Ergebnisse der Patienten verbessere (71 Prozent). Eine ähnliche Anzahl berichte zudem, dass sie die Effizienz ihrer Arbeit erhöhe (69 Prozent). 80 Prozent hätten angegeben, dass sie eher ein System mit KI-Fähigkeiten verwenden würden als ohne. Das sind die Ergebnisse einer vom globalen klinischen Netzwerk SERMO im Auftrag von Fujifilm durchgeführten Umfrage in mehreren europäischen Ländern. 

Forschungen hätten gezeigt, dass jede 1-prozentige Erhöhung der Adenom-Erkennungsrate eine 3-prozentige Senkung des Risikos für Darmkrebs bedeuten könnte, einer Krankheit, an der den Angaben zufolge jedes Jahr rund 228.000 Europäer sterben. Die Kliniker zeigten demnach großes Vertrauen in die Fähigkeit der KI, die Anzahl der übersehenen Läsionen zu reduzieren (70 Prozent) und die Diagnosefähigkeit zu erhöhen (72 Prozent). Mehr als die Hälfte der Befragten hätte angegeben, dass die KI das Vertrauen in die klinische Entscheidungsfindung (58 Prozent) erhöhen und zur Standardisierung der Praxis beitragen werde (54 Prozent). 

Die Kliniker erkannten laut der Umfrage auch einen breiteren Nutzen des Einsatzes der KI in der Endoskopie in Bezug auf mögliche Effizienzsteigerungen. Fast die Hälfte stimmte demnach zu, dass die KI Kosteneinsparungen durch die Verringerung der Anzahl unnötiger Biopsien und Operationen (49 Prozent) bedeuten könnte, und mehr als ein Drittel habe angegeben, dass sie dazu beitragen werde, die Wartezeiten für die Patienten zu verkürzen (34 Prozent). Diese Umfrageergebnisse deuteten darauf hin, dass eine qualitativ hochwertige KI langfristig nicht nur als eine interessante Ergänzung, sondern als eine Notwendigkeit erachtet werden könnte, um allen Patienten in allen Operationssälen die beste Versorgung zu bieten. (ud)

 

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