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Digitale Sensorsysteme: KI hilft im Weinbau

Bundesministerin Julia Klöckner habe auf dem Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier die Förderbescheide an die Koordinatoren der beiden Projekte – PINOT und SmartGrape – übergeben, teilte das Ministerium mit. Klöckner erklärte: „Die Digitalisierung ist im Weinbau längst angekommen. Und mit gezielter Forschungsförderung bringen wir hier weitere Innovationen im Bereich der Künstlichen Intelligenz voran. Zum einen fördern wir eine ‚künstliche Nase‘: Es geht um digitale Sensorsysteme, die die Wahrnehmung des Winzers bei Geschmack, Aroma und Aussehen unterstützen und festhalten. Zum anderen unterstützen wir die Entwicklung eines Messsystems zur Charakterisierung der Qualität von Weintrauben – hin zu mehr Effektivität und Objektivität.“

Um die Arbeit von Winzern zu erleichtern, werde im KI-Verbundprojekt PINOT die menschliche Wahrnehmung von Nase, Zunge und Mund mit Sensoren und KI unterstützt. Ziel des Projekts sei es, Winzer, Kellermeister sowie Weinhändler durch die Entwicklung mobiler Handgeräte und Laborsysteme bei der Erfassung weinbezogener Informationen zu unterstützen. Dadurch werde es möglich, den Geschmack von der Traube bis zum fertigen Wein objektiv und digital festzuhalten. Auf Grund der Komplexität von Wein sei die Erfassung und Verarbeitung qualitätsbestimmender Merkmale eine große Herausforderung in den verschiedenen Schritten der Weinherstellung. Für Qualitätssicherung, Rückverfolgbarkeit, Nachhaltigkeit und Sicherstellung der Authentizität von Wein kämen daher Multi-Sensor-basierten Analysesystemen eine besondere Bedeutung zu, hieß es.

Das Verbundprojekt SmartGrape konzentriere seine Forschung auf die Entwicklung eines Messsystems auf Basis der Infrarotspektroskopie im mittleren Infrarotbereich (MIR). Für die Entwicklung soll demnach an verschiedenen Punkten KI eingesetzt werden, um ein mobiles, adaptives und zuverlässiges Messsystem zur Auswertung komplexer Spektren zu entwickeln, um damit die Qualitätscharakterisierung von Weintrauben und die Bestimmung des Schimmelpilzwachstums voranzutreiben. Die Entwicklung erfolgt den Angaben zufolge unter Einsatz maschineller Lern- und Datenverarbeitungsmethoden. Viele tausend Signale qualitätsbestimmender Traubeninhaltsstoffe würden mittels KI in den Qualitätskontext des Produkts Wein gesetzt. Das Messsystem werde als kompaktes, robustes und kostengünstiges Verfahren für die Anwender im Weinberg und Kelterhaus konzipiert, hieß es. (ud)

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