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Digitale Biopsie: Förderung für KI bei Krebstherapie

Wie Forschungsministerin Anja Karliczek mitteilte, gehe es bei dem geförderten Projekt Cancer Scout um eine digitale Biopsie, eine Art „Vorscreening von Tumorzellen“ mit Hilfe von KI. Tumorzellen würden bei dieser Methode in bestimmte Raster eingeteilt, in sogenannte molekulare Subgruppen. „Damit können Krebspatienten gezielter behandelt werden“, betonte die Politikerin. „KI nützt den Menschen, wenn sie richtig eingesetzt wird. Gerade in der Medizin wird das mehr als deutlich. KI leistet bereits einen großen Beitrag, die Diagnostik in der Medizin zu verbessern“, ergänzte sie.

Christian Wolfrum, Leiter „New Business Development and Planning“ bei Siemens Healthineers, erklärte: „Dieses Forschungsprojekt kann dazu beitragen, durch Nutzung und Verknüpfung verschiedener Datenquellen klinische Entscheidungen zu unterstützen, um die Krebsdiagnostik präziser zu machen und damit zu verbessern. Unsere Aufgabe in diesem Projekt ist es unter anderem, ein künstliches neuronales Netz anhand pathologischer, genomischer sowie proteomischer Daten zu trainieren, um mit Hilfe Künstlicher Intelligenz therapierelevante molekulare Veränderungen bei Tumoren vorhersagen zu können.“

Laut BMBF erkranken jedes Jahr in Deutschland rund 500.000 Menschen an bösartigen Tumorerkrankungen. In den letzten Jahren habe die Entwicklung neuer hochwirksamer Medikamente die Behandlung vieler Tumore bereits tiefgreifend verändert und völlig neue Chancen im Kampf gegen den Krebs eröffnet, hieß es. (ud)

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