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Datenflut: Viele Banken nutzen noch manuelle Prozesse

Die voranschreitende Digitalisierung hat zur Folge, dass Firmen mit einer Flut neuer Daten zurechtkommen müssen. Doch damit nicht genug: Untersuchungen der Unternehmensberatung Gartner zeigen, dass etwa 80 Prozent der in Unternehmen vorhandenen Daten in unstrukturierter Form vorliegen – dies gilt für analoge wie auch digitale Daten. Das geht aus einem neuen Whitepaper von Swiss Post Solutions (SPS), einer Anbieterin von Outsourcing-Lösungen, und dem Statistikdienstleister Statista hervor. Unstrukturierte Informationen seien etwa frei formulierte Texte einer E-Mail. Strukturiert seien Informationen immer dann, wenn Datentypen über jeweils zugeordnete Eigenschaften verfügen. „Doch viele Banken nutzen nach wie vor manuelle Prozesse, um die Flut dieser unstrukturiert eingehenden Informationen in strukturierte, digitale Daten zu verwandeln, was gleichermaßen teuer, ineffizient und unzuverlässig ist“, heißt es. So sei bei Banken das operative Tagesgeschäft oftmals noch von Medienbrüchen gekennzeichnet, was Geld koste.

Andreas Bittner, Co-Founder der solarisBank, erklärt laut dem Diskussionspapier: „Wann immer ein Prozess einen Medienbruch hat und im schlimmsten Fall manuelle, menschliche Tätigkeiten erfordert, dann ist es ein Kostenfresser.“ Doch solche Medienbrüche und einhergehende Fehlerquellen könnten durch intelligente Automatisierung vermieden und Produktivität und Qualität der Datenverwaltung erhöht werden. Der Schlüssel zur Automatisierung liegt den Angaben zufolge in der Erfassung der unstrukturierten Daten. Während beispielsweise Kreditanträge mit strukturierten Informationen automatisiert bearbeitet würden, die Daten des Antragstellers auf Echtheit überprüft und mit der gehaltskontoführenden Bank abgeglichen werden könnten, müssten bei unstrukturierten Informationen die relevanten Daten zunächst identifiziert und ausgelesen werden. Erst dann könne die eigentliche Kreditprüfung vorgenommen werden.

Künstliche Intelligenz (KI) und Robotic Process Automation (RPA) seien heute schon in der Lage, rund drei Viertel aller manuellen Prozesse bei Banken zu automatisieren, heißt es weiter. Mitarbeiter könnten sich wiederum auf komplexe Aufgaben und Exception Handling – die gezielte Bearbeitung von Ausnahmen oder ungewöhnlichen Situationen – fokussieren. Nicht nur KI oder RPA, sondern auch neue Betriebsmodelle wie Business Process as a Service (BPaaS), Shared Service Center und Rightshoring seien Game Changer und böten neue Chancen. „Der Einsatz und die richtige Kombination von Menschen, Prozessen und Technologien helfen den Banken, die Effizienz und Skalierbarkeit zwischen maschineller und manueller Arbeit zu verbessern.“ (ud)

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