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Behebung von Kfz-Schäden: Hohe Hürden bei der Einführung von KI

Die meisten Geschädigten hätten bereits Erfahrung mit digitaler Schadentechnologie im Automobilbereich, hieß es: 56 Prozent hätten schon einmal einen Schaden online gemeldet, 51 Prozent hätten mithilfe digitaler Technologien den Bearbeitungsstand eines Schadenfalls geprüft. Allerdings wünschten sich viele Befragte ein vollständig automatisiertes Verfahren: 72 Prozent der Teilnehmer gäben an, dass sie einer automatisierten Schaden- und Reparaturabwicklung vertrauen würden. Das sind einige der Ergebnisse einer Befragung des Schadendienstleisters Solera.

Zwei Drittel (67 Prozent) der Verbraucher würden für eine schnellere digitale Abwicklung die Versicherung wechseln und 73 Prozent würden sich für einen Versicherer entscheiden, der die Schadenabwicklung mithilfe von KI beschleunigt, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung des Unternehmens. Neben dem Wunsch nach einer Versicherung, bei der fortschrittliche Systeme zum Einsatz kommen, würden viele Verbraucher diese Systeme gerne im gesamten Verlauf des Reparaturprozesses sehen. Mehr als drei Viertel der Befragten (78 Prozent) würden eine Werkstatt bevorzugen, die mehr digitale Kanäle zur Angebotseinholung, Auftragserteilung und zur Verfolgung des Reparaturfortschritts anbietet.


Kosten als größtes Hindernis
Schwierigkeiten ergeben sich den Angaben zufolge aus der Aufrüstung von Altsystemen, wobei sich die damit verbundenen Hindernisse laut der Umfrage je nach Befragten unterscheiden. Während sowohl Kfz-Versicherungen (52 Prozent) als auch Werkstätten/Erstausrüster (41 Prozent) die Kosten als größtes Hindernis genannt hätten, habe eine weitergehende Analyse der Daten ergeben, dass große Versicherungen im Vergleich zu anderen Marktteilnehmern gesonderten Schwierigkeiten gegenüberstünden, hieß es.

Große Versicherungen nennen demnach als größte Herausforderungen die Produkteinführungszeit (62 Prozent), die Schulung des Personals (52 Prozent) und die Skalierbarkeit (52 Prozent). Werkstätten und Erstausrüster (OEM-Händler) hingegen sähen die Herausforderungen bei den Systemen und der wirtschaftlichen Stabilität ihres Geschäfts. Für 35 Prozent der Werkstätten und OEM-Händler seien die größten Hindernisse für die KI-Einführung Einschränkungen durch veraltete IT-Systeme, die unbekannte Kapitalrendite und die Produkteinführungszeit. (ud)
 

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